• Michael & Rahel Miller

Deine perfekte Morgenroutine

Aktualisiert: Feb 18


Wir alle kennen dieses Gefühl: es ist Montagmorgen und wir könnten uns gerade nichts mehr wünschen, als nicht aufstehen zu müssen. Vielleicht denken wir auch, „ich hasse Montage“, „wieso kann das Wochenende nicht länger dauern“, „wieso kann ich nicht einfach liegen bleiben“ und und und. Diese Gedankengänge haben vermutlich kein Ende und wir könnten sie noch stundenlang weiterführen. Aber weißt du was, wofür denn? Was bringt es dir, dich darüber aufzuregen, dass wir schon wieder Montag haben? Genau, gar nichts. Ich habe einen anderen Vorschlag für dich, der mich genau aus dieser Einstellung herausgeholt hat und meinen Montag-Hass in eine Montag-Liebe verwandelt hat. Kannst du erraten, um was es geht?

Richtig geraten: die berühmt berüchtigte Morgenroutine, von der in letzter Zeit irgendwie alle sprechen. Ist an der was dran?


Zuerst möchte ich dir einige Gründe nennen, warum ich denke, dass jeder von uns eine Morgenroutine haben sollte. Und damit meine ich nicht, dass es eine gibt, die zu jedem von uns passt. Vielmehr ist es deine Aufgabe, eine eigene Morgenroutine zu kreieren; eine, die zu dir und deinen Wünschen passt.

1.) Man setzt bewusst eine Einstellung für den Tag!

Die Stimmung des Morgens geht auf den Tag über, das hast du sicher schon mehr als einmal bemerkt. Aber was heißt das? Wenn du morgens schon gestresst und genervt aufstehst, wirst du dies für einen großen Teil des ganzen Tages sein. Das beraubt dich deiner Energie und wird dich davon abhalten, wirklich konzentriert und effizient zu arbeiten.

2.) Du schaffst mehr und trainierst gleichzeitig deine Disziplin!

Es ist nicht unbedingt einfach aufzustehen, wenn man das nicht MUSS. Da diskutiert man schnell mal mit dem inneren Schweinehund und drückt noch einmal auf den Snooze-Button. Stehst du aber direkt beim ersten Weckerklingeln auf, gewinnst du wertvolle Morgenstunden dazu, die nur dir gehören. Du kannst entweder produktiv sein (nicht umsonst sagt man, dass der Morgen die wichtigste Zeit des Tages ist) oder auch einfach ein bisschen „Quality Time“ mit dir selbst verbringen.

3.) Du integrierst eine feste Konstante in deinen Tagesablauf (das ist vor allem bei Selbständigen ein Punkt).

4.) Wenn du so eine Routine wirklich durchziehen möchtest, wirst du merken: damit du am nächsten Morgen aufstehen kannst, muss du auch rechtzeitig schlafen gehen. Auch und vor allem am Wochenende! Das bedeutet auch, dass du auf weniger Partys gehen wirst und sich sehr wahrscheinlich dein Alkoholkonsum verringern wird. Und das wiederum gibt deinem Kopf die nötige Klarheit und Disziplin, um deinen Tag bewusster zu leben und nicht gestresst von einem Moment zum anderen zu hetzen.


Jetzt möchte ich dir einige Ideen nennen, die du in deine persönliche Morgenroutine integrieren kannst:

1. Widerstehe dem Drang, auf den „Snooze-Button“ zu drücken und stehe beim ersten Weckerklingeln auf!

2. Fange damit an, die Fenster zu öffnen, um frische Luft und Sonnenschein hineinzulassen, und mache im Anschluss dein Bett.

3. Trinke ein großes Glas Wasser (z.B. mit etwas frisch gepresster Zitrone) und wasche dir das Gesicht mit kaltem Wasser; gerne kannst du hier auch deine Skincare-Routine einbauen, wenn du eine hast.

4. Nimm dir etwas Zeit für körperliche Aktivität, wie z.B. Yoga, Dehnübungen oder eine kleine Trainingssession.

5. Achte unbedingt darauf ausreichend zu frühstücken, um deinem Körper die nötige Energie zu liefern, die er braucht, um richtig zu funktionieren. Da reicht kein Kaffee, vor allem nicht, wenn du zuvor Sport getrieben hast!

6. Du kannst dir auch gerne Zeit für dich nehmen und ein Buch lesen, einen Podcast hören oder kreativ sein und etwas zeichnen oder schreiben.

7. Gehe dann als letzten Schritt die To-do Liste für den jeweiligen Tag durch, um noch einmal einen Überblick zu bekommen und starte am besten direkt mit der Aufgabe, die dir am schwersten fällt oder vor der du dich am meisten drückst.


Übrigens: ein perfekter Morgen beginnt schon am Abend vorher!

1. Plane, bevor du schlafen gehst, den folgenden Tag (damit du am nächsten Morgen nur schnell in deinen Kalender schauen musst und genau weißt, was ansteht).

2. Lege die Kleidung bereit, die du am nächsten Tag anziehen möchtest, um Zeit in der Früh zu sparen.

3. Falls du am nächsten Tag zur Schule oder in die Uni/Arbeit musst, packe doch auch deine Tasche und stell sie an die Tür, damit du morgens nur noch deine Lunchbox und die Trinkflasche einpacken musst; auch das erspart dir morgens wertvolle Zeit!

4. Achte darauf, nach 18 Uhr nur noch leichte Kost zu dir zu nehmen oder noch besser: iss nach 18 Uhr gar nichts mehr. Das wird dir helfen, schneller einzuschlafen und fördert deine Schlafqualität.

5. Und für mich persönlich der wichtigste Tipp: schalte das Handy, den Computer etc. spätestens 2 Stunden vor dem Schlafengehen aus. Das Blaulicht suggeriert unserem Gehirn nämlich, es sei Tag, was zur Folge hat, dass du länger brauchst um einzuschlafen. Probiere es für ein paar Tage und du wirst sehen, was für einen großen Unterschied das macht!


Damit du dir leichter tust, dir diese Routine anzugewöhnen, habe ich ein paar zusätzliche Tipps für dich, die mir auch geholfen haben. Denn jede neue Gewohnheit, die wir uns antrainieren möchten, muss über 30 bis 60 Tage jeden Tag ausgeführt werden, damit sie uns in „Fleisch und Blut“ übergeht.

1. Schriftlich festhalten! – Schreibe dir die Morgenroutine auf, so kannst du sie dir jeden Tag vor Augen führen (am besten mit der genauen Uhrzeit dazu)!

2. Visualisiere dir deinen perfekten Tag! – Stelle dir bildlich vor, wie viel besser dein Tag sein wird, wenn du dir die neue Routine erst einmal angewöhnt hast. Dein Gehirn macht nämlich keinen Unterschied zwischen dem, was ist und was noch nicht ist, wenn du es nur richtig formulierst. Sage dir: „Morgen werde ich entspannt und glücklich aufwachen und voller Energie in den neuen Tag starten!“

3. Sei konsequent! – Du kannst nicht jeden Tag wieder ein neues Element in deine Routine einbauen, denn dann kann keine Gewohnheit entstehen. Bleib konsequent für einen gewissen Zeitraum, danach kannst du immer mal wieder ein bis zwei Elemente durch ein bis zwei neue ersetzen.

4. Hinterfrage dich! – Was tut dir gut? Was gibt dir Energie? Was macht dir Spaß? Deine Routine sollte nicht anstrengend sein, sondern dich beruhigen und auf den Tag vorbereiten. Deshalb kannst du dir auch nur Inspiration holen und nicht die Morgenroutine eines Anderen eins zu eins übernehmen.

5. Gib nicht auf! – Die ersten Tage wird es dir schwerfallen, morgens direkt aufzustehen. Aber überwinde deinen Schweinehund und ziehe es durch. Nach einigen Wochen wirst du sehen, dass es dir schon viel leichter fällt. Darum gilt: dran bleiben und nicht aufgeben!


Als letzten Punkt werde ich dir meine Morgenroutine aufschreiben, so wie ich sie mir angewöhnt habe. Aber denk dran: sie dient dir nur als Inspiration!

6:30 – aufstehen, ein großes Glas Wasser trinken (ich stelle mir immer eine 0,5l Flasche neben das Bett und trinke die morgens komplett aus), die Fenster öffnen

6:35 – ins Bad gehen, das Gesicht kalt waschen

6:40 – 20 min Yoga

7:00 – mir einen Tee oder heißes Wasser mit Zitrone aufkochen und währenddessen das Bett machen

7:05 – Zeit für mein Dankbarkeits-Tagebuch, Journaling und Lesen; zum Schluss werfe ich einen Blick in meinen Kalender und entscheide mich, welches To-do ich als erstes erledige; erst jetzt nehme ich mein Handy in die Hand und gehe Nachrichten und Mails durch etc.

7:45 – jetzt geht es ins Bad: duschen, Skincare-Routine, anziehen

8:30 – Frühstück

9:00 – mein Arbeitstag kann beginnen!


Mir ist die Zeit mit mir selbst wichtig, deshalb nehme ich mir morgens auch so viel Zeit. Das mag nicht für jeden möglich sein und genau deshalb ist es so essentiell, in sich hinein zu hören und zu schauen, wieviel Zeit habe ich und wieviel Zeit möchte ich mir nehmen. Das kann auch heißen, früher als gewohnt aufzustehen, aber ich verspreche dir, dass sich das allemal auszahlt!



Zur Vertiefung – das Thema betreffende Artikel:

  1. https://boxspring-kiki.de/morgenroutine/

Wenn du auf den hier angeführten Link klickst und ganz nach unten scrollst, findest du viele weitere Seiten verlinkt, auf denen du herumstöbern kannst. Viel Spaß!



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