• Michael & Rahel Miller

Warum du kein Geld mehr für Anti-Aging-Cremes ausgeben musst

Aktualisiert: 19. Dez 2019

Um zu verstehen, wo genau Anti-Aging-Cremes ihre Wirkung entfalten sollten, müssen wir uns zuallererst kurz ansehen, wie unsere Haut eigentlich aufgebaut ist:


Unsere Haut besteht aus drei Hautschichten, der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Hypodermis).

Damit die Oberhaut versorgt und auch wieder erneuert werden kann, braucht es die feinen Blut- und Lymphgefäße der Lederhaut, die um einiges dicker ist als die Oberhaut. Abgesehen davon liegen in der Lederhaut auch die Talg- und Schweißdrüsen. Hauptsächlich aber besteht sie aus Bindegewebe, das viel Kollagen und Elastin enthält, welche Faserproteine sind. Kollagen ist dafür da, die Haut zu straffen und die Aufgabe von Elastin ist es, diese zusätzlich elastisch zu erhalten. Dass die Falten tiefer werden und die Haut altert, liegt daran, dass diese Faserproteine in der Haut abnehmen. Je schneller das passiert, desto schneller altert unsere Haut. Darum ist also nicht nur die Oberhaut, sondern auch die darunter liegende Lederhaut von Falten betroffen!


Wie funktionieren nun Anti-Aging-Cremes?

Um Anti-Aging-Cremes herzustellen, sind Kollagen und Elastin nötig, welche man unter anderem auch aus Schweine- und Fischhäuten beziehen kann. Diese werden, das muss man ehrlicherweise dazu sagen, gerne Hautpflegeprodukten beigemengt, die dann angeblich eine super Anti-Aging-Wirkung besitzen sollen. Wenn man einmal davon absieht, dass der Anteil der beiden Faserproteine in diesen Cremes sowieso viel zu gering ist, um einen überzeugenden Erfolg verzeichnen zu können, und es bestimmt nicht jedem egal ist, dass sich tierische Proteine (Schweine- und Fischproteine) im eigenen Körper ablagern, landen Kollagen und Elastin auch nicht dort, wo sie hin sollen. Denn um sich in der Lederhaut ansiedeln zu können, müssten sie erst einmal die Barriere der Oberhaut durchbrechen, was sie aber nicht können.


Warum?

Da Cremes eine Menge Wasser beinhalten und Kollagen sehr viel Wasser aufnehmen kann, sind Kollagen und Wasser nun aneinandergebunden. Das hat zur Folge, dass sich auf der Haut ein Kollagen-Wasser-Film bildet, der die Haut höchstens davor schützt auszutrocknen. Dass sich die Haut nach einer Anwendung so weich anfühlt, ist also nur der äußeren Wirksamkeit zu verdanken, jedoch keine langfristige Lösung.


Was kannst du also tun, um deine Haut trotzdem jung zu halten?

Du stimmst mir sicher zu, dass es sinnvoll wäre, Wege zu finden, auf denen die körpereigene Kollagen- und Elastinproduktion stimuliert und die rasante Abnahme der Faserproteine verringert wird.

Und da verleiht eine Ernährung, die so natürlich wie möglich und reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen ist, den bestmöglichen Schutz gegen die Alterung oder auch Schädigung der Haut.


Wie sieht das konkret aus und weshalb sollte eine solche Ernährung helfen?

Die über die Nahrung aufgenommenen natürlichen Antioxidantien schützen die Faserproteine und Blutgefäße vor freien Radikalen, die im Laufe unseres Lebens durch unterschiedliche Einflüsse entstehen können (z.B. durch Umweltschadstoffe, chemische Substanzen, UV-Strahlung, Medikamente und unsere Ernährung etc.). Für die Neubildung von Kollagen und Elastin sind primär die Vitamine A und C sowie spezielle sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. OPC) verantwortlich. Ebenso sind Vitamin E und Vitamin H (Biotin) für eine gesunde Aufrechterhaltung der Haut notwendig, da sie den Feuchtigkeitszustand, die Wundheilung und die Regeneration der Haut regulieren. Zusätzlich macht das Spurenelement Zink das Vitamin A für den Körper erst nutzbar, unterstützt die Heilungsprozesse der Haut, wirkt entzündungshemmend und reduziert die Talgproduktion. Dies ist natürlich in Bezug auf Akne und andere Hautunreinheiten äußerst wichtig!


Folgende Aspekte tragen zusätzlich zum natürlichen Anti-Aging-Prozess bei:

  • viel Wasser trinken (am besten kohlensäurefrei)

  • genügend Schlaf

  • moderate Bewegung an der frischen Luft

  • zu intensive und lange Sonneneinstrahlung vermeiden (20 bis 30 min pro Tag sind ausreichend)

  • täglich Superfoods zu sich nehmen (Nahrungsmittel, die durch ihren hohen Nährstoffgehalt positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben)

  • Nahrungsergänzungsmittel wie z.B. OPC; OPC schützt die Haut sehr wirkungsvoll vor freien Radikalen, da OPC eine 50 mal höhere antioxidative Wirkung besitzt als Vitamin C

  • Alkohol, Nikotin und Zucker meiden

  • eine gesunde, intakte Darmflora

  • regelmäßige Entgiftung/Entschlackung durchführen (z.B. Basenbäder)

  • versuchen, den Stress zu reduzieren

  • ein Leben in Harmonie mit dem sozialen Umfeld



Zur Vertiefung - das Thema betreffende und unterstützende Studien:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Anti-aging+and+Sunscreens%3A+Paradigm+Shift+in+Cosmetics

  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31627309

  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21261751

  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18377617



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